Costa Rica hat eine lange Geschichte im Tabakanbau, die bis in die präkolumbianische Ära zurückreicht, als Tabak von den indigenen Völkern für spirituelle Zwecke genutzt wurde. Mit der Ankunft der Spanier im 16. Jahrhundert wurden neue Anbaumethoden eingeführt, die die lokale Tabakproduktion veränderten. Im 19. Jahrhundert etablierte sich Costa Rica als bedeutender Tabakproduzent, insbesondere aufgrund seiner günstigen klimatischen Bedingungen und fruchtbaren vulkanischen Böden.
Die wichtigsten Anbaugebiete befinden sich in den Regionen Alajuela, Heredia, Guanacaste und Puriscal. Dort sorgen das tropische Klima und die vulkanischen Böden für ideale Wachstumsbedingungen, die dem Tabak einzigartige Aromen verleihen. Obwohl Costa Rica nicht so bekannt für seine Zigarren ist wie Kuba oder die Dominikanische Republik, hat es sich dennoch einen Namen als Hersteller hochwertiger Zigarren gemacht. Diese Zigarren sind für ihre feine Verarbeitung und ihren ausgewogenen Geschmack bekannt und oft aus einer Mischung aus einheimischen und importierten Tabaken hergestellt.
Trotz Herausforderungen wie Klimawandel, Gesundheitspolitik und internationalem Wettbewerb bleibt die costa-ricanische Tabak- und Zigarrenindustrie stark und anpassungsfähig. Die internationale Anerkennung der Qualität costa-ricanischer Zigarren trägt zur wachsenden Bedeutung Costa Ricas im globalen Tabakmarkt bei und bietet Zigarrenliebhabern eine interessante Alternative zu den bekannteren Zigarrenproduzenten.